sagte ich meinen Freundinnen, den Gründerinnen von maximila, als sie mir letztes Jahr online ihren Shop und zum Anfassen auch die ‚Victoria‘ Bluse mit kleinem Vichy-Karo zeigten. Mit meinen 70 C bei Kleidergröße 34/36 passe ich eigentlich in ‚Standardgrößen‘ ganz gut rein. Ganz selten sind Kleider und Blusen ‚obenherum‘ mal etwas zu eng, vor allem, wenn sie aus wenig dehnbaren, abendtauglichen Materialien wie Seide oder Viskose ohne Elastan sind.
Letzte Woche wurde ich eines Besseren belehrt, als ich mir
im ZARA-Onlineshop ein Denimhemd (Jeanshemden sind back und NATÜLICH muss ich
bei diesem Trend auch mitmachen! J)
aus 55% Lyocell, 43% Baumwolle und 2% Elastan bestellte. Da es dem Material
nach sehr dehnbar/anschmiegsam schien und dem Foto nach auch eher eng getragen
werden sollte, bestellte ich mir vorsorglich mal eins in Größe S und eines in
Größe XS.
Das Hemd (übrigens ein sehr angenehmes Material) saß in XS eng, aber wie ich finde, recht gut an Schultern, Armen & Taille… aber nicht an der Brustpartie! KLAFF…SPANN… Durch diesen Schlitz kann man ja eine Mammografie durchführen!! Ich muss sagen, ich kannte dieses Erlebnis bisher eher aus Erzählungen von maximila-Frauen und bin - fast ein bisschen stolz – zu meiner Mitbewohnerin gegangen, um ihr den klaffenden Schlitz zu zeigen und zu sagen: „Guck mal, sooo viel Busen hab ich, ich muss jetzt auch bei maximila einkaufen“ J
Also gut, dann muss es wahrscheinlich die S sein, dachte ich
mir, nur um dann wieder enttäuscht zu werden. Das Hemd saß zwar wie gehabt
körpernah und gut, aber am Busen klaffte es immer noch! Zwar nicht mehr so
extrem wie in Größe XS, aber mein BH (übrigens kein Push-up, wie ich ihn
manchmal trage, sondern mein freizeitlicher
ich-will-heute-niemanden-aufreißen-Sloggi-Baumwoll-BH, nur ganz leicht
gepaddet!) war leider deutlich durch den Schlitz zu erkennen, vor allem von der
Seite. Sehr uncool! Und schade. Hatte in
meinen Gedanken schon Jeanshemd-Outfits
geplant: Reingesteckt in meinen bunten kurzen Seidenrock, mit meinem schwarzen Bleistiftrock,
etc…
Was schließen wir daraus? Ich will hier keine Diskussion à
la „Die Modeketten schneidern alle nur für magersüchtige Teenager“ eröffnen,
aber ein bisschen seltsam ist es doch schon, dass so ein Hemd, das auch noch
aus so einem dehnbaren Material und mit recht eng sitzenden Knöpfen ausgestattet
ist, anscheinend nur einer Person mit Brustumfang unter 88 cm zu passen
scheint.
Klar, beim Model klafft nichts – aber da sehe ich auch
wirklich nicht viel Busen. Dieser Trend,
‚Blüschen‘ und Hemden hochgeschlossen zu tragen, passt wohl einfach nicht so
gut zu kurvigen Figuren. Bzw. diese Teile sind (bei ZARA) wohl einfach nicht
für Frauen mit etwas Busen geschnitten.
Fazit? Die Modeindustrie hat es geschafft, dass ich mich
jetzt ‚vollbusig‘ nennen darf. Willkommen
im Club der maximila-Frauen ;-)












